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Der frühe Vogel… HR Early Bird mit gelungenem Aufschlag

Das Interesse zum bislang größten Event rund um die Arbeitswelt von morgen in der Region (die New Work Session), welches der AGV Region Braunschweig gemeinsam mit Xing initiiert hatte, war groß – nun ging es in die nächste Runde. In einem kompakten Format am Morgen – dem HR Early Bird – gab und gibt es künftig spannende Dialoge zur Arbeitswelt 4.0. Hochkarätige Referenten und Netzwerkkontakte runden den Austausch ab. Dieses Event findet im Rahmen des DIALOG 4.0 von Industrie- und Handelskammer sowie den Arbeitgeberverbänden Harz und Region Braunschweig statt.

 

„Den Grundstein legen“

AGV-Hauptgeschäftsführer Florian Bernschneider, eröffnete das neue Format mit einem kurzen Grußwort. Er hob hervor, dass sich in der Region das industrielle Herz Norddeutschlands befinden würde, wo wenn nicht hier, lohne es sich über die Zukunft der Arbeitswelt zu diskutieren und dabei eben auch konkrete Lösungen für die Mitgliedsunternehmen zu entwickeln? „Für die Zukunft soll hier der Grundstein für eine gemeinsame Plattform rund um das Thema New Work entstehen“, so Bernschneider. Er ergänzte: „Wir sind offen für konkrete Vorschläge, worüber wollen die HR Verantwortlichen in diesem neuen Format sprechen? Wollen aber auch selbst Impulse aus dem AGV heraus senden.“

 

Mittendrin statt nur dabei

Den Auftakt machte Christian Bredlow mit seiner Keynote „Höher, schneller, weiter – ab jetzt sind hier alle #agile? Oder wie?“, beschäftigte er sich mit der Frage, warum sich die ganze Welt aktuell mit Buzzwords wie Agilität und New Work auseinandersetzt. Warum nun alle mit Kreidestiften auf ihre Fenster kritzeln und warum überall diese Posties kleben müssen? Anschaulich verdeutlichte er die Arbeitsweise von Playern wie Tesla, Google oder Amazon, mit dem Trend der hier vorherrsche. In Deutschland neige man dazu, alles noch einmal in Arbeitskreise zu verlagern, weitere Akteuere und Berater dazu zu holen, zwölf Monate später habe man dann eine theoretische Lösung. Die Big Player hätten dies meist schon in ein paar Tagen unbürokratisch angepackt und gelöst. Gekonnt locker spielte Bredlow mit den Vorurteilen und Veränderungen der aktuellen Arbeitswelt und hob dabei hervor, wie sehr sich auch unsere Herangehensweisen und Prioritäten geändert hätten. Das Handy sei zum Beispiel das Status-Symbol schlechthin? Beweis gefällig?

Endlich umdenken

Alle digitalen Errungenschaften würden natürlich im Umkehrschluss auch die Arbeitswelt verändern. In Deutschland käme aber ein weiteres Problem dazu. Hier müsse sich das Personal erst durch einen Wust von E-Mails und Meetings kämpfen, bevor es überhaupt einmal anfangen dürfe kreativ zu denken. „Dafür bleibt dann meist kein Raum“, so Bredlow. Der einfachste Weg im Personalbereich aktiv zu werden, sei deshalb erst einmal über den Tellerrand zu schauen, wo können Prozesse entbürokratisiert oder anders geregelt werden? Was wollen die Mitarbeiter wirklich, damit sie für ein Projekt brennen? „Es reicht nicht aus einen Kicker-Tisch hinzustellen und dann ist das eigene Unternehmen oder ein Rad an die Wand zu hängen und dann ist man hipp. Man muss anfangen die Denkweise zu ändern“, riet der Referent.  So etwas ginge eben nicht auf Knopfdruck, der erste Weg sei zu erkennen, dass etwas nicht so optimal laufe, wie man es sich vorstelle. Seine Schlagworte: Kreativität fördern, Bürokratie beseitigen, Service leben und Agilität ermöglichen. Er stellte fest: Veränderte Arbeits- und Führungsweise funktioniert nur dann erfolgreich, wenn Sie von Führungskräften verstanden und (vor-)gelebt wird – deshalb solle sich jeder selbst hinterfragen, ob er im Bereich New Work schon so aufgestellt sei, wie es nötig wäre.