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ATF – Trends im Automobilvertrieb und -marketing in Wolfsburg

Bereits zum dreizehnten Mal trafen sich automobile Vordenker und internationales Fachpublikum zum Automotive Trend Forum (kurz ATF) in Wolfsburg. Das ATF greift aktuelle Trends im Automobilvertrieb und -marketing auf und positioniert sich damit in der internationalen Kongresslandschaft der Automobilindustrie. Spezialisten der Automobilbrache, Experten der Datengiganten und Koryphäen aus der Wissenschaft informierten und förderten am 09. Mai den Austausch der 500 Teilnehmer im CongressPark Wolfsburg zum hochaktuellen Trend „Automotive Omni-Channel Commerce“. Eine Frage bildete den Ausgangspunkt für den Transfer von Wissenschaft und Wirtschaft und lenkte den Fokus der Teilnehmer: Wie gelingt die erfolgreiche Etablierung von Omni-Channel Commerce im Automobilvertrieb? 

Dabei steht Omni-Channel Commerce für die Steuerung und Verknüpfung aller verfügbaren Vertriebskanäle und Customer-Touchpoints zur Gestaltung eines ganzheitlichen und nahtlosen Einkaufserlebnisses für den Kunden. Die Basis für das kundenorientierte Einkaufserlebnis im Omni-Channel Commerce bilden ein permanent datengetriebenes Kundenmanagement und die Verschmelzung von offline und online Kanälen. Dieses Einkaufserlebnis, das bereits in anderen Branchen etabliert ist, fordern die Kunden nun auch im Automobilvertrieb unabhängig von Hersteller und Händler, unabhängig von offline oder online.

Prof. Dr. Antje Helpup, Veranstalterin dieser Wissenschafts- und Wirtschaftskonferenz, setzt dabei auf ein von den Teilnehmern geschätztes Konzept: 

  • Hochkarätige Redner mit unterschiedlichen Blickwinkeln
  • Kurze Impulsvorträge
  • Spannende Paneldiskussionen 
  • Exzellente Möglichkeiten und Zeit zum Networking
  • Special Events an den Partnerständen in Pausen
  • effektive Tagungsplanung für Teilnehmer mit der ATF-App

Das ATF wurde vom Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg Klaus Mohrs eröffnet und von Antje Helpup und dem Co-Moderator Ralph M. Meunzel, Verlagsleiter und Chefredakteur Fachmagazin Autohaus, moderiert. Neben vielen Topmanagern aus der Automobilbranche zählten Teilnehmer verschiedener Automobilhersteller, des Handels, der Importeure, der Automobilzulieferer, der Consultings, der Dienstleister und Besucher aus Wissenschaft und Politik zu den Gästen des ATF. Die Schirmherrschaft des Kongresses obliegt den Branchenexperten Dr. Christian Dahlheim, Leiter Volkswagen Konzern Vertrieb, und Jürgen Stackmann, Markenvorstand Vertrieb, Marketing und After Sales Volkswagen Pkw. Dr. Christian Dahlheim verdeutlichte direkt in seiner Eröffnungsrede vor welchen Veränderungen und Herausforderung der Automobilvertrieb in Zeiten von Omni-Channel Commerce steht. Der weitere Kongress untergliederte sich in zwei thematische Blöcke mit abschließender Paneldiskussion. 

Trends & Best Practices aus anderen Branchen wurde im ersten Block thematisiert. Lars Thomsen (future matters AG) eröffnete den Block und blickte aus der Vogelperspektive auf die Zukunft der individuellen Mobilität und die Entstehung von Mobility-Service-Providern. Prof. Dr. Gerrit Heinemann (eWeb Research Center der Hochschule Niederrhein) verdeutlichte die Notwendigkeit für eine Neuerfindung des stationären Handels. 

Warum jeder Prozess beim Kunden beginnen sollte und warum die absolute Kundenorientierung den Erfolgsfaktor von Amazon darstellt, berichtete Zach Johnson (Amazon). Dr. Marc Thom (Sony) zeigte die Geschäftsmodelle der Zukunft auf und prognostizierte die Auswirkungen dieser auf den Automobilvertrieb. Den Abschluss des ersten Blocks bildete die angeregte Paneldiskussion zum Thema: Was kann der Automobilvertrieb aus anderen Branchen lernen? Neben Dr. Marc Thom lieferten Christoph Stadeler (Facebook) und Craig Davis (Clean Green Fast GmbH) und Markus Kröger (heycar) hochklassige und tiefgreifende Argumente hinsichtlich einer Adaption von Erfolgsfaktoren aus anderen Branchen. 

Die Kaffee- und Mittagspausen waren von Networking und einem umfassenden Rahmenprogramm der ATF Partner geprägt. Bestseller Buchautor Dr. Marco Freiherr von Münchhausen entfachte Begeisterung mit einem „Thinking out of the Box“ Vortrag. Ein weiteres Highlight zur optimalen Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft war die Student Innovator Challenge. Ausgewählte Studenten aller Fakultäten der Ostfalia Hochschule erarbeiteten Konzepte zu Teilaspekten von Automotive Omni-Channel Commerce. In persönlichen Gesprächen sammelten die Studenten Informationen sowie Meinungen der Kongressteilnehmer, entwickelten darauf basierend ihre Ergebnisse und präsentierten diese vor dem ATF Publikum. Zudem wurde für Unternehmen und Studierende eine ATF-Bewerbungsplattform mit Speed Dating und Speed-Video-Assessment-Center kreiert, die intensiv genutzt wurde. Das Networking wurde durch die Kommunikation und Verabredung im Vorfeld via ATF-App stark vereinfacht. Das Angebot von Special Events und vielfältige Informationen durch die ATF Partner rundeten das kurzweilige Rahmenprogramm ab.  

Der zweite Block ging auf die bevorstehenden Herausforderungen ein und lieferte aktuelle Praxisbeispiele im Automobilvertrieb. Malte Krüger (mobile.de) beschäftigte sich mit dem notwendigen Paradigmenwechsel im Automobilvertrieb. Den neuen Weg zum Kauf in Zeiten von Omni-Channel Commerce stellte Christoph Stadeler (Facebook) dar. Craig Davis (Clean Green Fast GmbH) und Markus Kröger (heycar) verdeutlichten in Einzelinterviews die großen Herausforderungen und zeigten erste positive Beispiel für den Automobilvertrieb der Zukunft auf. Riki Stadeler (Google) erläuterte einen potentiellen Einführungsprozess von Omni-Channel Commerce im Automobilvertrieb. Abschließend wurde in der zweiten Paneldiskussion über die Chancen und Risiken für den Automobilvertrieb angeregt diskutiert. Robert Lasek (AUTO1.com), Wolfgang Huber (Autohaus König), Malte Krüger (mobile.de) und Riki Stadeler sorgten als hochkarätige Experten für eine informative und facettenreiche Argumentation. 

Dr. Silke Bagschik, Leiterin Marketing & Vertrieb, Produktlinie e-Mobility Volkswagen AG, stellte in der Abschlussrede die Besonderheiten des Vertriebs von E-Mobilität dar und lud anschließend gemeinsam mit der Veranstalterin die Gäste für das kommende ATF am 13./14. Mai 2020 ein. Im kommenden Jahr wird das Thema „Mobility Changes“ fokussiert. Somit steht wieder ein hochaktueller und äußerst relevanter Trend im Mittelpunkt für einen interessanten Kongress im Jahr 2020. Zahlreiche Gäste besuchten bereits am Vortag zur Einstimmung auf das ATF und die Thematik „Automotive Omni-Channel Commerce“ den Automotive Talk in der Volkswagen Arena sowie den Internationalen Abend im Kunstmuseum. 

Der Automotive Talk beeindruckte auch dieses Jahr die über 200 Gäste mit dem innovativen Barcamp-Konzept und dem eindrucksvollen Ambiente des VIP Bereichs der Arena. Neben dem traditionellen „Networking ohne Krawatte“ liefen in den einzelnen Logen in zwei Durchgängen 27 Barcamps zu den zahlreichen Facetten von „Automotive Omni-Channel Commerce“, an denen die Teilnehmer aktiv mitdiskutierten. Schwerpunkte bildeten die Zusammenarbeit der Partner, das Kunden- und Datenmanagement, die neuen Geschäftsmodelle, die Digitalisierung und die Zukunft des Automobilhandels. Die Teilnehmer waren von der Themenvielfalt begeistert und die Entscheidung für einen bestimmten Workshop fiel häufig schwer. 

Im besonderen Ambiente des Kunstmuseums begrüßte Prof. Dr. Antje Helpup wieder 300 Gäste zum Internationalen Abend und Prof. Dr.-Ing. Gert Bikker, Vizepräsident der Ostfalia Hochschule, richtete einführende Worte an die Teilnehmer. Ihm schlossen sich die ATF Schirmherren Dr. Christian Dahlheim und Jürgen Stackmann an und stellten sich direkt im Interview spannenden Fragen der Veranstalterin zur Zukunft des Automobilvertriebs. Den Interviews folgte ein interessantes Rahmenprogramm in der einzigartigen Atmosphäre des Kunstmuseums. Highlights für die Gäste sind jedes Jahr die Museumstouren sowie die Möglichkeit vom Cartoonisten, ein Portrait erstellen zu lassen. Besonderheit der Veranstaltung liegt in den guten Möglichkeiten zur Pflege von Kontakten bei exquisiten kulinarischen Genüssen in kreativer Umgebung. Die musikalische Einlage „Der Mond scheint meist in CIS Moll- eine launige Reise in die klassische Musik“ faszinierte die Besucher nachhaltig.