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Förderrichtlinien zur Stärkung und Sicherung von Ausbildungsplätzen in Corona-Zeiten bekannt

Vor einigen Wochen einigte sich die Bundesregierung darauf, dass in Pandemiezeiten Ausbildungsbetriebe gestärkt werden sollen. Nun gibt es eine konkrete Förderrichtlinie zum Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ sowie erste Eckpunkte eines ergänzenden Förderprogramms des Landes Niedersachsen.

 

Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ richtet sich an KMUs, die trotz Corona-Einbußen im neuen Ausbildungsjahr Auszubildende einstellen. Demnach erhalten Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitern, die von Corona-Umsatzrückgängen (60% gegenüber April/Mai 2020 oder 1 Monat Kurzarbeit) betroffen sind, 2.000 EUR je Ausbildungsvertrag, wenn sie das Ausbildungsniveau ggü. der letzten drei Vorjahre nicht verringern. Bei einer Erhöhung der Ausbildungsplätze in von Corona geschädigten Unternehmen sollen 3.000 EUR für zusätzliche Ausbildungsplätze gefördert werden.

 

Gefördert werden alle Ausbildungsverträge, die frühestens ab dem 01.08.2020 beginnen – unabhängig davon, wann sie geschlossen wurden. Förderungen des Bundes gibt es auch für die Vermeidung von Kurzarbeit für Auszubildende und die Übernahme von Auszubildenden aus insolventen Betrieben. Hier finden Sie die Förderungen des Bundes im Überblick, auf der Internetseite des BMBF werden die Förderbausteine ebenfalls vorgestellt und hier finden Sie die entsprechende Förderrichtlinie. Das Antragsformular ist als PDF verfügbar.

 

Zusätzlich zum Bundesprogramm plant das Land Niedersachsen eine Unterstützung von Ausbildungsbetrieben und hat hierfür ein Eckpunktepapier vorgelegt. Demnach sollen beispielsweise Betriebe, die pandemiebedingt Ausbildungen verlängern mussten, weil zum Beispiel Prüfungen verschoben wurden, eine Prämie in Höhe von 500 EUR erhalten. Das Land Niedersachsen will auch Betriebe mit einer einmaligen Prämie von 1.000 EUR fördern, die selbst nicht einen nach den Maßgaben des Bundes Umsatzschaden durch Corona erlitten haben. Die Förderung sollen dabei Betriebe erhalten, die zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen und damit Jugendliche mit Vermittlungshemnissen unterstützen. Auszubildende, die mindestens 45 km außerhalb ihres Wohnorts eine Ausbildungsstelle antreten, sollen ebenfalls eine Prämie von 500 EUR erhalten.