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GDV Arbeitgeberdialog: Von Darwin und dem Großhandel

Der neue Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V. (BGA), dazu ein renommierter E-Commerce Experte, gutes Essen und eine einmalige Location: Der GDV-Arbeitgeberdialog fand in diesem Jahr im exklusiven Dinner-Format im Monkey Rosé statt.

Den Abend eröffnete GDV-Vorstandsvorsitzender Hanns-Heinrich Kehr, der die Bedeutung solcher Veranstaltungen hervorhob. „Dieses Format heißt nicht umsonst Arbeitgeberdialog. Wir wollen uns von unseren heutigen Referenten informieren und inspirieren lassen, aber vor allem auch miteinander über diese Impulse ins Gespräch kommen.“, befand er. Zwischen den kulinarischen Flying-Dinner-Highlights gab es Beiträge von BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann und E-Commerce-Experte und Spryker-Gründer, Nils Seebach (hier gibt es den Vortrag). Der erfolgreiche Unternehmer Bingmann brachte als frisch gewählter BGA-Präsident seinen Blick auf die Rahmenbedingungen, Chancen und Risiken der Branche mit nach Braunschweig. Seine Kernbotschaft lautete: Wandel zulassen, offen sein für neue Wege, sich für kreative Köpfe öffnen, auch wenn die vielleicht nicht täglich zehn Stunden am Schreibtisch sitzen und nicht immer mit der bisherigen Unternehmenskultur übereinstimmen. Er plädierte dafür, Mitarbeiter entscheiden zu lassen, wenn diese sowieso viel tiefer in den Themen stecken würden und richtete den klaren Appell an die Politik, dass endlich etwas am Arbeitszeitgesetz getan werden müsse.

 

Bingmann lieferte Seebach gute Anknüpfungspunkte. Eines seiner Kernthemen: Wie verändert Digitalisierung und E-Commerce das B2B-Geschäft der Zukunft? Für die meisten Teilnehmer wohl keine Überraschung lautete Seebachs Antwort darauf: Grundlegend! Doch besonders alarmierend war sicher der Weckruf, den Seebach daraus ableitete. Es sei völlig egal was man davon hält, dass Konzerne wie Google, Amazon und Co. nun da wären, dies sei nun einmal Fakt und sowieso nicht mehr zu ändern. Man müsse sich als Großhändler auch damit abfinden, dass man in der Regel nur noch über diese Mittlerplattformen mit seinem Kunden in Kontakt und ins Geschäft kommt. Diese Entwicklung sei längst nicht mehr auf das B2C-Geschäft zu begrenzen, sondern erreicht mittlerweile flächendeckend das Firmenkundengeschäft. Wer überhaupt noch so etwas wie eine eigene Kundenbeziehung erhalten will, muss das machen, was auch tief in der DNA von Amazon stünde: Wirklich verstehen, was der Kunde will und seinen Service genau darauf ausrichten. Frei nach Darwin komme es nicht darauf an, klüger, stärker oder besser zu sein, sondern sich diesen Trends einfach besser anzupassen als Wettbewerber.

In der Fotogalerie finden Sie den Abend noch einmal zusammengefasst: