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Gemeinsam neue Wege beschreiten – Lukas-Werk initiiert digitales „Netzwerk Sucht“ für Braunschweig und die Region

Menschen mit einem problematischen Suchtmittelkonsum frühzeitig im Hilfesystem aufzunehmen – das ist das Ziel des von der Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH initiierten und neu aufgesetzten digitalen Netzwerkes. Ein solches unternehmensübergreifendes digitales Netzwerk gibt es bislang nicht in Südostniedersachsen. „Wir wollen erstmalig und ganz bewusst sehr breit angelegt alle beteiligten Akteure aus der Region so eng miteinander vernetzen, damit zukünftig möglichst kein Betroffener mehr durch die Maschen fällt“, sagt Angelika Kahl, Leiterin der Lukas-Werk Fachambulanz und Tagesklinik in Braunschweig vor rund 100 interessierten Gästen bei der Vorstellung des von der Initiative Aktion Mensch geförderten Projektes „Netzwerk Sucht“. Hinter dem Projekt steht ein Online-Portal, welches ab Juli im Netz abrufbar ist (www.netzwerksucht.de) und gebündelt und gezielt Informationen zum Thema Sucht und Suchthilfe in Braunschweig und der Region liefert. Interessierte und Betroffene finden über eine virtuelle Landkarte, die auch als App genutzt werden kann, auf kurzem Wege, zu jeder Zeit und an jedem Ort Informationen zu Unterstützungs- und Hilfsangeboten. „Gleichzeitig gibt es die Möglichkeit, über einen Messenger sofort mit einer Ansprechpartnerin in Kontakt zu treten“, erläutert Kelly Kollmorgen, Projektmanagerin im Lukas-Werk. Die Ansprechpartnerin im Messenger informiert, erklärt und begleitet auf Wunsch die Betroffenen auf ihrem weiteren Weg. Wer keine App nutzen möchten, kann selbstverständlich eine Online-Suchtberatung (www.lukas-werk.de/online-beratung) in Anspruch nehmen. „Wichtig ist uns, gemeinsam mit Akteuren aus der Region einen niedrigschwelligen Zugang in das Suchthilfesystem zu ermöglichen“, sagt Petra Sarstedt-Hülsmann. Denn in Braunschweig sowie bundesweit erhalten rund 90 Prozent der Suchterkrankten keine spezialisierte Suchtbehandlung (Deutsches Ärzteblatt 2015). „Das zeigt, dass bisher viele Möglichkeiten ungenutzt geblieben sind, Betroffene im Hilfesystem aufzunehmen, zu halten und in eine qualifizierte Behandlung zu vermitteln“, so Sarstedt-Hülsmann. 

Seit der Auftaktveranstaltung im Mai 2019 konnte das Lukas-Werk bereits rund 50 Kooperationspartner aus Braunschweig und der Region für das Netzwerk gewinnen. Start der Portalseite sowie der App ist der 1. Juli 2019. 

Im Bild: Dr. med Jürgen Seifert (Ärztlicher Direktor der Lukas-Werk Gesundheitsdienste),Petra Sarstedt-Hülsmann (Geschäftsführerin Lukas-Werk Gesundheitsdienste), Dr. Christine Arbogast (Sozialdezernentin der Stadt Braunschweig), Angelika Kahl (Einrichtungsleitung Lukas-Werk Fachambulanz und Tagesklinik Braunschweig), Kelly Kollmorgen (Projektleiterin Netzwerk Sucht/Lukas-Werk), Jana Hackmann (Case-Managerin Netzwerk Sucht/Lukas-Werk)