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HR: Kolumne: Sparringspartner, digitale Revolution und Ende der Präsenzkultur

Im Topmanagement, an der Spitze der Macht, wird es einsam. Wohlmeinende, ehrliche Kritiker sind so häufig wie ein vierblättriges Kleeblatt. Für die betreffenden Leader ist dies bedauerlich, denn ein offenes Feedback könnte manches Minenfeld oder Fettnäpfchen verhindern. Eine Studie der Stanford Graduate School 2013 stellt fest, dass nahezu alle befragten Entscheider sich einen Sparringspartner wünschen. Mentorenprogramme bieten Nachwuchsführungskräften gute Unterstützung. Ist die Führungskraft jedoch erst einmal in ihrer Position angekommen, gibt es wenig Unterstützung. Bisherige Kollegen werden zu Konkurrenten und suchen eigenen Vorteil. Frauen im Topmanagement fühlen sich häufig aus dem männlichen Führungskreis ausgeschlossen. Unternehmenslenker müssen oft unliebsame Entscheidungen fällen.

 

In all diesen herausfordernden Situationen ist es von Vorteil, eine externe Vertrauensperson zu haben: Kritische Situationen können neutral beleuchtet werden, die Abweichungen vom Selbst- zum Fremdbild erörtert werden. Bei einem solchen „Sparringspartner“ kann die Führungskraft einfach nur Mensch sein und den Druck und die Erwartungshaltungen hinter sich lassen. Ein neutrales Feedback der Vertrauensperson schützt vor Fehlentscheidungen und kann dem Positionserhalt dienen.

 

Quelle: Capital 30.05.2018

 

Tipps zum Umgang mit der (täglichen) digitalen Revolution – Warum Neues so schwer fällt

Der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“, möchte zwar Neues und Modernes – hängt dennoch am Alten. Kaum ist das neue elektronische Endgerät gekauft, so ist es auch schon veraltet. Kein Tag ohne neue Apps oder Updates. Gerade Mitarbeiter 40+ freunden sich nur langsam mit der Digitalisierung an. Der Grund ist, dass sie sich diese nicht gewünscht haben – man kann sich ja nicht wünschen, was man nicht kennt. Unbekanntes löst Unwohlsein aus, im Umkehrschluss liebt unser Gehirn Bekanntes. In der Vergangenheit reichte es aus, eine Ausbildung sowie eine Qualifizierung durchzuführen und dann bis zur Rente im erlernten Arbeitsfeld zu bleiben. Das Zeitalter der Digitalisierung brachte auch die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens mit sich. Wenn Lernen mit Spaß und ohne Zeitdruck verbunden wird, verankert sich das Gelernte besser – auch im Bereich Digitalisierung.

 

Wir können die digitale Welt nicht von uns fernhalten, denn sie ist in alle Lebensbereiche vorgedrungen. Die richtige Einstellung zu Veränderungen erleichtert den Umgang damit, weitere hilfreiche Tipps lesen Sie hier.

 

Quelle: Human Resources Manager 15.05.2018

 

Präsenzkultur adé – Ankerpunkte willkommen

Flexibles Arbeiten, Selbstbestimmung und Unabhängigkeit sind überall präsent und aus der Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Die Generationen Y und Z zeigen älteren Generationen dabei den Weg aus der Präsenzkultur. Führungskräfte müssen die Metamorphose vom „Leader vor Ort“ zum Coach absolvieren und dabei als Vorbild für die Mitarbeiter dienen, die morgens die Ersten und abends Letzte im Unternehmen sind. Doch wie kann im New Work das Ergebnis gemessen werden, wie das Leistungsempfinden der Mitarbeitenden eingeschätzt werden?

Dr. Elke Eller, Präsidentin des Bundesverbands der Personalmanager, geht in ihrem Gastkommentar im Manager Magazin darauf ein, dass ein Paradigmenwechsel erfolgen muss: Arbeit im Home-Office ist keine Freizeit und darf nicht davon abhängen, dass die Mitarbeiter am Schreibtisch im Unternehmen sitzen. Sie empfiehlt den Aufbau einer Vertrauenskultur und Führung über Ankerpunkte, die Austausch ermöglichen und Verbindungen schaffen. Digitale Tools unterstützen dabei, z. B. Meetings virtuell abzuhalten. Lesen Sie hier mehr.