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Jubiläum der Huse & Philipp GmbH: „Wir hatten eine Stunde uns zu entscheiden“

Huse & Philipp zählt zu den traditionsreichen Braunschweiger Stahlhandelsunternehmen. Unter der Leitung der Geschäftsführer Dirk Huse und René Philipp, die im April 2002 den Vertriebsbereich Stahl der Eisenvater KG übernommen haben und unter dem Namen Huse & Philipp GmbH & Co. KG fortführen, hat das Unternehmen eine enorme Entwicklung genommen. Nun stand das 20-jährige Jubiläum an. Zeit einmal nachzufragen, wie es in den letzten Jahren so gelaufen ist.

 

Die Fachkompetenz von Huse & Philipp liegt im Vertrieb von Stahlprodukten, in der Bewehrungstechnik sowie in der Anarbeitung von Stahlerzeugnissen. Im Gespräch rund um das 20-jährige Jubiläum, verriet Dirk Huse, dass er und René Philipp vor 20 Jahren ziemlich genau eine Stunde Zeit hatte, um sich für ein Management-Buy-out zu entscheiden. Heute sind die beiden froh, dass sie sich zu dem Schritt entschieden haben und die Firma seither erfolgreich führen.

Die Geschäftsführer auf der Jubiläumsfeier

Neben dem Umzug ins Gewerbegebiet Waller See vor einigen Jahre, sei die Eröffnung weiterer Standorte jeweils ein echter Meilensteine in der Firmenentwicklung gewesen. „Während die Produktion in Magdeburg angesiedelt ist, wird der restliche Stahlbereich in Braunschweig, Calbe (Saale) und Wiesenburg/Mark abgedeckt“, erzählt Philipp.

 

Ein wichtiger Faktor für das Unternehmen ist die Nachhaltigkeit. Schon 2009 hatte man eine riesige Solaranlage installiert, damals die größte Anlage in Braunschweig und man hat diesen Aspekt in den Folgejahren weiterverfolgt. Auch beim Fuhrpark setzt man auf Elektromobilität. Leider gäbe es noch keine guten Lösungen für den logistischen Bereich, da man immer noch auf Lastwagen mit Verbrenner-Motor angewiesen sei, berichten die Beiden unisono.

 

Als kommende Herausforderung beschäftigt auch Huse & Philipp der Fachkräftemangel. Es werde immer schwerer geeignete Bewerber zu finden, berichten die Geschäftsführer. Künftig wolle man offensiver mit den Benefits für die Mitarbeiter nach außen gehen. „Wir machen viel für unsere Mitarbeiter, aber wir haben es so noch nicht so nach außen gezeigt. Wir haben das immer eher als selbstverständlich gesehen, Firmenfahrräder, Mitarbeiterkarten, etc. gehören schon lange bei uns dazu“, erzählt Philipp. Doch das ist nicht die einzige Herausforderung. Daneben geht der Krieg in der Ukraine auch am Unternehmen nicht spurlos vorbei. Neben der menschlichen Tragödie, ist auch wirtschaftlich einiges passiert. „Die Stahlpreise haben sich zeitweise verdoppelt, das ist natürlich für die Kalkulation schon ein Problem. Wir sind da gut durchgekommen und haben rechtzeitig Stahl gesichert, aber es tut schon weh, wenn man die allgemeinen Preissteigerungen sieht, dass ist schon heftig“, berichtet Philipp. Selbst Standardprodukte seien zeitweise nur schwer zu bekommen gewesen. Die Preise hätten sich mittlerweile stabilisiert, aber nun kommen die Gaspreise dazu. Es bleibe eine sehr schwierige Situation, die man genau im Auge behalten müsse.

 

Das Jubiläum wurde dennoch gebührend gefeiert und alle waren froh, dass man dies auch in Präsenz habe tun können. Als Location wurde das Eintracht-Stadion gewählt und so gab es neben vielen Gesprächen mit Kunden und Lieferanten, dann auch die Möglichkeit hinter die Kulissen der Löwen zu schauen. „Durch den Spielertunnel in das Stadion, dann als Gast auf der Tribüne sitzen und den Reden u.a. von MdB Carsten Müller zu lauschen, eine Stadionführung machen und dann im VIP-Bereich gemeinsam essen, das war eine runde Sache“, sind sich die Geschäftsführer nach der Feier einig.

 

Wir gratulieren als AGV recht herzlich und wünschen gutes Gelingen für die nächsten 20 Jahre.