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Unsere HR Kolumne mit Cordula Miosga

AGV-Geschäftsführerin Cordula Miosga ist unsere Expertin für Personalmanagement und Fachkräftegewinnung. In unserer neuen Rubrik stellt sie verschiedenste Themen aus dem HR- Bereich vor.

Personalabteilungen hinken bei Digitalisierung hinterher

Die neue Mercer-Studie „Global Talent Trends 2018“ macht deutlich, dass es immer noch große Unterschiede zwischen Anspruch und Umsetzung der Digitalisierung in den Personalentwicklungen gibt: Während Unternehmen immer schneller auf Veränderungen reagieren, hält die Personalentwicklung der neuen Geschwindigkeit nur bedingt Stand.

Nur 33 % der Studienteilnehmer agieren digital mit der Personalabteilung. Digitale Tools werden von 53 % der Arbeitnehmer als wichtig angesehen, stehen aber nur 38 % zur Verfügung. Auch der Zugang zu Online-Lernkursen wird nicht ausreichend forciert und der Wunsch nach flexiblen Arbeitsmöglichkeiten nicht adäquat umgesetzt.

Hier gibt es weitere Informationen zur Studie.

 

Anspruchsdenken der Generation Y

Benefits sind jungen Mitarbeitern sehr wichtig und sollten auch in Stellenanzeigen genannt werden. Typische Vergünstigungen sind nach Ansicht der Generation Y Fahrtkostenzuschüsse, Mitarbeiterrabatte und Firmenwagen mit privater Nutzung. Moderne Arbeitsplätze, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten und flexible Arbeitszeitmodelle werden hingegen als selbstverständlich angesehen, damit punktet ein Arbeitgeber nicht bei dieser Arbeitsgruppe, hat die aktuelle Studie von Absolventa ergeben. Hier gibt es mehr Informationen.

 

Junge Mitarbeiter sind wechselwilliger

Durch den Generationen-Mix im Unternehmen kommen bei der Einstellung junger Mitarbeiter unterschiedliche Welten und Sichtweisen zusammen. Junge Fachkräfte haben noch den Blick von außen auf das Unternehmen, möchten vorankommen und nicht in Routinen verharren. Häufig gelingt es dann nicht, diese jungen Talente im Unternehmen zu halten. Sie entdecken schnell die „Schwachstellen“ in starren Workflows und hierarchischen Organisationsstrukturen, probieren sich gern aus und verlassen das Unternehmen wieder, wenn sie das Gefühl haben, nicht voranzukommen. Selbst eine fehlende Jobperspektive hindert sie nicht an einer Kündigung.

 

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass gerade die gut ausgebildeten, technikaffinen Fachkräfte im Altersbereich 18 – 36 Jahre sinnsuchend und werteorientiert sowie auf das eigene Gleichgewicht bedacht sind. Auf die Job-Wechselfreude bei dieser Altersgruppe können Unternehmen bereits im Rekruitingprozess reagieren: Durch die Anpassung von Positionen und Aufgabengebieten können herausfordernde Stellen mit interessanten Projekten geschaffen werden. Eine wertschätzende Arbeitskultur fördert zudem die Zusammenarbeit und bindet die jungen Talente im Unternehmen.

 

Quelle: https://www.wiwo.de/erfolg/management/personalmanagement-warum-junge-talente-schwer-zu-halten-sind/22884514.html?utm_source=www.humanresourcesmanager.de_newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=20180808-ps-hrm-11176&utm_content=39380

Wie verhindere ich die Besetzung einer Stelle?

Mit ein bisschen Augenzwinkern fragen wir in den kommenden Monaten immer mal wieder: Wie verhindere ich die Besetzung einer Stelle? Dahinter steht ein kleiner Ratgeber, welche Fehler beim Recruiting unbedingt zu vermeiden sind. Alle Mitarbeiter der Personalabteilung sind im Meeting „War for talents“ und deshalb für Bewerber telefonisch nicht erreichbar. Ein Bewerber für die aktuelle Stellenausschreibung hat noch Fragen und ruft an. Der Empfang gibt die Auskunft „Da ist niemand, die sitzen im Vortrag Bewerbermanagement leicht gemacht“…nSollte es wirklich nötig sein, dass alle Mitarbeiter der Personalabteilung in einem Meeting sind, so informieren Sie besser den Empfang, wann Sie erreichbar sind. Ein Rückruf ist keine Option, weil Bewerber häufig zurück an ihren Arbeitsplatz müssen. Es gibt keine zweite Chance für den ersten, besten Eindruck!

 

Quelle: Wie verhindere ich die Besetzung einer Stelle – Ein Leitfaden für Personalverantwortliche von Ronald Thoden, edition JobTicket 2018

 

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