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Klinik für Inklusive Medizin nimmt Arbeit auf

Das Krankenhaus Marienstift erweitert sein Leistungsangebot für Menschen mit Behinderung um einen speziell auf deren Bedürfnisse ausgerichteten, stationären Fachbereich. Ab sofort stehen unter der Leitung von Dr. Ulrich Stein in der Klinik für Inklusive Medizin (KIM), die zur Klinik für Innere Medizin (Chefarzt Dr. Rainer Prönneke) gehört, sechs Betten zur Verfügung. Die bestehenden Zimmer wurden zu Einzelzimmern mit speziellen Bädern sowie der Möglichkeit des Rooming-In umgebaut. Ein Physio-/Ergotherapieraum sowie ein Aufenthaltsraum für Patienten und ihre Angehörigen befinden sich ebenfalls auf der Station.

 

„Die Versorgung von Menschen mit Behinderung im Krankenhaus ist medizinisch und pflegerisch sehr anspruchsvoll.“, erläutert Geschäftsführer Dr. Jan Wolff. „Wir freuen uns, dass wir mit der KIM einen in der Region einzigartigen Versorgungsbereich vorhalten können, der diese komplexen Leistungen auf einem hohen Niveau erbringen kann. Die KIM ergänzt das vor einigen Jahren in unserem Haus durch das Lukas-Werk eingerichtete ambulante Medizinische Zentrum für Erwachsene mit geistiger oder schwerer Mehrfachbehinderung (MZEB). Durch die KIM können nun auch spezialisierte stationäre Leistungen in diesem Bereich erbracht werden.“

 

Der interdisziplinäre und multiprofessionelle Ansatz ermöglicht die Berücksichtigung aller Patienten- Bedürfnisse. Während im MZEB der Schwerpunkt im psychiatrisch-neurologischen Bereich liegt, besteht dieser in der stationären Behandlung in der KIM im somatischen (insbesondere internistischen und allgemein/abdominalchirurgischen) Bereich und umfasst insgesamt alle Krankheitsbilder. Zu den besonderen Herausforderungen der Arbeit äußert sich Dr. Ulrich Stein: „Häufig sind die Kooperationsmöglichkeiten der Patienten aufgrund eingeschränkter kognitiver und kommunikativer Möglichkeiten nur in geringem Maße vorhanden. Anamnese, Diagnostik und Behandlung werden dadurch vielfach erschwert. Zudem sind in den allermeisten Fällen Symptome seltener Erkrankungen oder von Syndromen besonders zu berücksichtigen.“
Stationär aufgenommen werden sowohl elektiv eingewiesene Patienten nach Voranmeldung/Terminabsprache über das Sekretariat (beispielsweise zur endoskopischen Diagnostik oder bei unklarer langsamer Verschlechterung des Allgemeinzustandes) als auch Patienten mit akuter Behandlungsnotwendigkeit über die Notaufnahme (mit Ausnahme akutneurologisch-psychiatrischer Krankheitsbilder).