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Modellfabrik als Auftakt für neue Kooperation

Die zunehmende Digitalisierung und Individualisierung von Produkten erfolgreich meistern: Die TEUTLOFF Technische Akademie aus Braunschweig hat mit der „Modellfabrik“ eine neues, innovatives Lernkonzept an den Start gebracht. Umgesetzt wurde es gemeinsam mit den Unternehmen TURCK und CSAE – nun wurden entsprechende Kooperationsverträge unterzeichnet.

„Die technologischen Veränderungen der Zukunft zu bewältigen ist ein Megatrend“, schilderte Alexander von Lützow, stellvertretender Geschäftsführer, beim offiziellen Auftakttermin in der Modellfabrik. „Neue Innovationen werden Einzug in die Unternehmen halten, das führt zu veränderten Anforderungen an die Skills der Belegschaft. Darauf müssen die Mitarbeiter richtig vorbereitet werden“, skizzierte er. Aus genau diesem Grund habe man die Modellfabrik entwickelt: „Wir verstehen uns als innovativer, gewerblich-technischer Bildungsanbieter der Region. Mit dem Konzept wollen wir einen wichtigen Beitrag im Zusammenhang der Schlagworte wie Industrie 4.0, Digitalisierung und Automatisierung leisten“.

Für die Realisierung des Vorhabens suchte die TEUTLOFF früh den Kontakt zu TURCK mit Sitz in Mülheim an der Ruhr. Das Familienunternehmen ist mit 4.800 Mitarbeitern in mehr als 30 Ländern vertreten – und ist im Sektor der Industrieautomation vor allem Spezialist für Sensor-, Feldbus-, Anschluss- und Interfacetechnik sowie HMI (Human Machine Interfaces) und RFID (Radio Frequency Identification). „Die Digitalisierung wird einen starken Einfluss auf die Arbeit haben, dabei bedarf es auch die jeweiligen Mitarbeiter mit passenden Schulungsangeboten abzuholen“, so Jörg Wittkugel, Vertriebsleiter für das Gebiet Norddeutschland. Und er fügte hinzu: „In der Modellfabrik lässt sich sehen, wie weit die Digitalisierung bereits fortgeschritten ist. Man kann hervorragend lernen, wie Prozesse verändert werden können. Denn das Begreifen kommt mit dem Anfassen und Erleben.“

„Das neue Lernkonzept ist erst der Anfang“

Caner Durgut, Referent für Produktentwicklung und Vermarktung bei TEUTLOFF, ist sich zudem sicher, dass „die Teilnehmer in der Modellfabrik aktiv mitarbeiten und mitgestalten können, und das ohne Furcht und Barrieren.“ In der Zukunft sei denkbar, das Konzept der Modellfabrik gemeinsam mit den Partnern weiterzuentwickeln sowie neue Lösungen zu erarbeiten. Durgut: „Das neue Lernkonzept ist erst der Anfang, es sollen gemeinsam mit unseren Partnern noch viele ganzheitliche Produkte und Lösungen folgen.“

Eine wesentliche Rolle spielt hierbei auch die CSAE GmbH aus Wolfsburg. Michel Wedekind, Geschäftsführer des Systemhauses mit mehr als 20 Jahren Erfahrung, sieht in der Zusammenarbeit Grundlage für weitere Vorhaben: „Mit den Projektlösungen wollen wir Menschen einen Mehrwert bieten. Wir wollen sie inspirieren, Digitalisierung nahe bringen und vor allem auch Ängste nehmen.“ Die Arbeit werde sich weiter radikal verändern, ist er überzeugt. „Dabei ist der Umgang mit digitalen Medien wichtig. Wir müssen die Menschen darauf vorbereiten, ihnen eine Qualifizierung ermöglichen. Dafür ist die Modellfabrik ein starkes Konzept.“ In der Zusammenarbeit mit TEUTLOFF und TURCK schätze er derweil, dass die Unternehmen auch die gleichen Werte verbinden würden. „Wir alle sind auf Vertrauen fixiert, unterstützen uns in unserer Arbeit, leisten Hilfestellungen und sehen stets den Menschen im Fokus.“ Denn bei aller Digitalisierung stehe dieser im Mittelpunkt: „Es braucht digitale Transformatoren in den Unternehmen, die andere überzeugen und die Prozesse vorantreiben können.“ 

Schwellenängste abbauen – wettbewerbsfähig bleiben

Um diese Begeisterung zu erzeugen, werde in der Modellfabrik nicht mit Frontalunterricht, sondern mit einem interaktiven Lernansatz gearbeitet. „Die Mitarbeiter erfahren den Wissenserwerb im Prozess – praxisorientiert und spielerisch“, schilderte von Lützow. Ohne die neuen Skills könnten Unternehmen und auch Mitarbeiter mit der zunehmenden Veränderungsgeschwindigkeit kaum Schritt halten. „Dies zieht eine hohe Anpassungsflexibilität nach sich, ansonsten ist eine Wettbewerbsfähigkeit irgendwann nicht mehr vorhanden“, so der stellvertretende TEUTLOFF-Geschäftsführer. Dies erfordere nicht einfach „nur“ spezielles, theoretisches Wissen: „Etwaige Schwellenängste können nur durch eigene Lernerfahrungen abgebaut werden.“

Die Modellfabrik, die mit dem nun unterschriebenen Kooperationsvertrag ihren offiziellen Startschuss erfahren hat, soll eine Antwort auf all die vielen, technologischen Herausforderungen geben. „Und sie wird im weiteren Verlauf stets neuen Gegebenheiten und Themen angepasst“, rundete von Lützow im Auftakttermin ab. 

Weitere Informationen zur Modellfabrik gibt es auf der TEUTLOFF-Website unter www.teutloff.de/nordwest/bildungsangebote/modellfabrik/, zum generellen Angebot der TEUTLOFF Technischen Akademie auf www.teutloff.de/nordwest.