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Richtig reagieren in der Corona-Krise: Dipl. Psych. Dirk Jantke, evers Arbeitsschutz GmbH

Blitzartig haben sich durch die aktuelle, von Corona geprägte Situation die Lebens- und Arbeitsbedingungen radikal verändert. Urplötzlich ist eine Bedrohungslage da. In der Corona-Krise haben wir es mit einer doppelten Krise zu tun. Zum einen haben wir die unmittelbare gesundheitliche Bedrohung durch das Virus und alle damit in Zusammenhang stehenden Veränderungen der Lebens -und Arbeitsbedingungen. Viele Unternehmen haben dazu gleichzeitig eine zweite Krise zu bewältigen – die ökonomische Krise mit einem existenzbedrohenden Ausmaß. Leitung, Führungskräfte und Mitarbeiter stehen nun vor großen Aufgaben. Die Denk- und Verhaltensmuster sind den veränderten Umständen anzupassen – und das in einem rasanten Tempo.

 

Die Leitung ist gefordert. Führung ist in Krisenzeiten nötiger denn je. Sie muss die Rahmenbedingungen noch aufmerksamer als sonst beobachten und strategische Entscheidungen noch schneller als sonst fällen. Die Lage ist in Zusammenarbeit mit den relevanten internen und ggfs. externen Fachleuten ständig neu zu sondieren. Von Tag zu Tag ändern sich die Konditionen. Von daher sind die relevanten Umweltbedingungen im Auge zu behalten: Gesundheitliche Lage, finanzielle Situation, Lage bei Kunden und Lieferanten, gesetzliche Bestimmungen, Stimmung bei den Mitarbeitern. All diese Informationen müssen regelmäßig und engmaschig erhoben und ausgewertet werden. Gute Einbindung und Vernetzung der relevanten Akteure sind dafür erforderlich. Nach einer sorgfältigen Analyse müssen die geeigneten Schlüsse gezogen werden, es muss zu schnellen Entscheidungen kommen. Das ist ein besonders wichtiger Punkt. In dieser Situation kann nicht lange abgewartet werden. Führung muss schnell und passend auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren.

 

Die Entscheidungsprozesse müssen von einer sehr sorgfältigen Kommunikation begleitet sein. Zeiten der Veränderungen im Allgemeinen und Krisenzeiten im Besonderen bringen einen enorm erhöhten Kommunikationsbedarf mit sich. Rahmenbedingungen müssen erklärt, Gefahren benannt, Entscheidungen begründet und Sichtweisen abgeglichen werden. Gelungene Kommunikation ist gelungener Bildabgleich. Krisenzeiten und Veränderungen gehen nicht ohne emotionale Auswirkungen an den Menschen vorbei. Grundbedürfnisse, wie z. B. das Bedürfnis nach Sicherheit und vorhersagbarer Zukunft, werden erschüttert.

 

Es ist davon auszugehen, dass bedingt durch die Bedrohungslage und die starke Veränderung der Lebenssituation sehr starke Emotionen ausgelöst werden. Je nach Ausprägung der Persönlichkeit kann es zu Unsicherheit, Angst und Panik, Trauer um den Verlust des bisherigen Zustands und der bisherigen Zukunftsvision, Ärger und Wut auf die Umstände, Resignation und Mutlosigkeit kommen. Diese Emotionen besitzen ein hohes Potential, sich negativ auf die Betroffenen als auch auf eine produktive, konstruktive Zusammenarbeit auszuwirken.

 

Wir empfehlen Führungskräften: Richten Sie hohe Aufmerksamkeit auf die Reaktionen der Mitarbeiter! Seien Sie präsent und gut mit ihnen im Gespräch! Geben Sie die Möglichkeit, Befürchtungen anzusprechen und zeigen Sie Verständnis! Wenn die Kommunikationsprozesse in guter Weise verlaufen, kann sich in der Organisation ein Teamgeist entwickeln. Man rückt zusammen, um der Krise die Stirn zu bieten, nach dem Motto „Wir helfen uns gegenseitig“. Das ist eine gute Voraussetzung, um die notwendigen Anpassungen zu vollziehen.

 

Arbeitspraktisch betrachtet bringt die Verlegung der Arbeit vieler Organisationen ins Home-Office großen Anpassungsbedarf mit sich, gerade wenn vorher diese Arbeitsmöglichkeit nicht bestanden hat. Das ist zum einen die technische Seite, zum anderen aber auch die arbeitsorganisatorische, die Gestaltung der Kommunikationsstrukturen und der Zusammenarbeit im Team. Explizite Absprachen der gegenseitigen Erwartungen im Team und der Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit sind unbedingt notwendig. Dazu zählen auch so scheinbar banale Dinge wie die Festlegung der Erreichbarkeit und der Arbeitszeiten.

 

Wir empfehlen, die Zusammenarbeit regelmäßig in kurzen Abständen gemeinsam zu reflektieren. Wie wir bei manchen unserer Kundenunternehmen sehen, sind gerade dann, wenn Zusammenarbeit und Kommunikation vorher schon schwierig waren, besondere Hürden zu nehmen. In solchen Fällen unterstützen wir unsere Kunden in Teamcoachings per Skype.
Wie kann man unter solchen Umständen die Teamkultur aufrechterhalten? Virtuelle Kaffeepausen, tägliches kurzes Meeting, privater Teil in der Skype-Konferenz sind Ansatzpunkte für Lösungen. Mitarbeiter stehen nun noch stärker vor der Aufgabe, sich selbst zu organisieren und ihren Arbeitstag eigenständig zu strukturieren. Jetzt sind die Führungskräfte besonders gefordert ihre Mitarbeiter dabei zu unterstützen und in einer eher coachenden Rolle die Selbstorganisation zu fördern.

 

Die Corona-Krise bietet Herausforderung und Chance, das Führungsverhalten anzupassen, über vereinbarte Ziele, Motivation des Mitarbeiters und über Vermittlung von Sinn und Begeisterung für die Aufgabe zu führen. Wir unterstützen Führungskräfte unserer Kundenunternehmen durch Coachings bei dieser Veränderung. Wir sehen die Corona-Krise für uns und für unsere Kunden allerdings auch als Chance, sich in den hier benannten Feldern weiterzuentwickeln und gestärkt daraus hervorzugehen.

 

evers steht Ihnen in dieser schwierigen Situation zur Seite! Mit unseren Coachings im Bereich der Team- und Organisationsentwicklung sowie im Bereich der Führungskräfteentwicklung möchten wir Sie unterstützen – selbstverständlich auch in Form von Webbasierten-Anrufen und Videoberatungen (z. B. Skype). Auch bei Themen wie z. B. Konfliktmanagement, Kommunikation, Stressmanagement, Wertschätzung und Zeitmanagement beraten Sie unsere Experten vom Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) gern. Besuchen Sie unsere Webseite www.eversonline.de und erfahren Sie mehr über unsere Dienstleistungen des BGMs. Gerne stehen wir Ihnen auch telefonisch unter 0531 35444-0 zur Verfügung.

 

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