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Unternehmenskommunikation in der Corona-Krise: Worauf Unternehmen jetzt achten sollten

Professionelle Krisenkommunikation ist ein wichtiger Bestandteil bei der Bewältigung von Krisen: Wer jetzt den richtigen Ton trifft und den Fokus vom bloßen Verkauf auf die Interaktion mit der Zielgruppe und auf gegenseitige Unterstützung lenkt, für den stellt die aktuelle Corona-Krise eine echte Chance im Rahmen der Unternehmenskommunikation dar. Dieser Beitrag soll Ihnen als Hilfestellung dienen, in dieser turbulenten Zeit den richtigen Kurs in der Unternehmenskommunikation zu finden.

Online-Touchpoints nutzen

In Zeiten von Ausgangssperren und #wirbleibenzuhause ist Cocooning das Buzzword der Stunde. Es meint den Rückzug in die Privatsphäre und die eigenen vier Wände. Dadurch werden Online-Touchpoints in der Unternehmenskommunikation zunehmend bedeutsamer und das Verhalten der Konsumenten ändert sich: Der Zugang zu Nachrichten, Home Entertainment, Social Media und e-Learning-Angebote rückt in den Vordergrund. Blogger und Journalist Sascha Lobo bezeichnet soziale Medien in dieser Zeit als „informationelles Immunsystem der Welt“. Das Engagement der User steigt – nicht zuletzt durch die Suche nach Informationen. Nutzen Sie diese Entwicklung, um die Situation und Stimmungslage der Menschen zu beobachten. Im nächsten Schritt sollte die eigene Brand Strategy auf die derzeit relevanten Bedürfnisse der Zielgruppe ausgerichtet werden.

Ihre Brand Strategy in Krisenzeiten

Bei der strategischen Ausrichtung Ihrer Marke und dem kommunikativen Vorgehen sind jetzt einige Grundsätze besonders wichtig. Dazu wollen wir Ihnen 5 Tipps an die Hand geben:

 

Brand Voice

Jetzt nicht zu kommunizieren und in Schockstarre zu verfallen ist der falsche Weg. Gehen sie auf Ihre Zielgruppe zu. Informieren Sie leicht verständlich und sachlich über die Änderungen, die in Ihrem Unternehmen umgesetzt werden und Ihre Stakeholder betreffen. An die Belegschaft gerichtete Videobotschaften von Vorgesetzen & Co. schaffen Nahbarkeit und sind ein geeignetes Mittel, Dank auszusprechen. Natürlich lassen sich solche Statements auch an Ihre Kunden richten.

Monitoring und Reaktion

Behalten Sie die aktuellen Entwicklungen stets im Auge und kommunizieren Sie Ihre unternehmensinterne und -externe Informationen klar:

Oberstes Ziel sollte in Krisenzeiten eine transparente Kommunikation auf Augenhöhe sein. Stellen Sie sicher, dass die wichtigsten Informationen jedem zugänglich sind. Dazu empfehlen sich regelmäßige Beiträge im Intranet, ein unternehmensinterner Chat oder Postings in sozialen Netzwerken. Greifen Sie häufig gestellte Fragen (FAQs) auf und bündeln Sie Fakten in einer Infografik – denn ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Ein Paradebeispiel dafür ist die Grafik der Mirkobiologin Dr. Siouxie Wiles:

Skype, Zoom & Co. – die Retter in der Not für die Unternehmenskommunikation

Tools zur Videotelefonie haben gerade Hochkonjunktur. Besonders zu empfehlen ist hier der Remote-Konferenzdienst Zoom, der Besprechungen, Chats und Webinare ermöglicht. Mit Hilfe solcher Dienste können zum Beispiel Kundenberatungen weiterhin stattfinden. Zudem lässt sich so auf einfache Weise mit Mitarbeitern kommunizieren, die aus dem Home-Office arbeiten. Ihre Beratungsleistungen können Sie also trotz Krise anbieten und durchführen.

 

Livestreams & Challenges

Die Gelegenheiten zu sozialen Interaktionen im öffentlichen Raum werden in den kommenden Wochen rar gesät sein. Schaffen Sie daher solche Erlebnisse über Social Media! Livestreams sind ein geeignetes Tool, um mit Ihrer Community bzw. Ihren Kunden in Kontakt zu treten. Nehmen Sie sich Zeit, in Echtzeit auf Fragen einzugehen, stellen Sie neue Produkte aus Ihrem Onlineshop vor oder unterstützen Sie Ihre Zielgruppe mit spezifischen Angeboten. Interagieren Sie mit Ihren Kunden durch sogenannte Challenges. Sie können zum Beispiel unter dem Hashtag #wirbleibenzuhause Inhalte veröffentlichen und User auffordern, das Gleiche zu tun. Auf diese Weise senden Sie das positive Signal, dass Ihnen die Gesundheit von Mitarbeitern und Kunden wichtig ist.

 

Die Erholung der Märkte und ein neuer Normalzustand

Die Corona-Krise wird die Wirtschaft nachhaltig prägen, uns zum Umdenken zwingen und Innovationen hervorbringen. Der Weg in Richtung Normalität ist noch nicht absehbar, doch Zahlen aus China machen Hoffnung: 95 % der großen Unternehmen außerhalb der Provinz Hubei und 60 % der kleineren Firmen haben ihren Betrieb wieder aufgenommen, berichtet capitel.de. Mit der langsamen Erholung der Märkte werden auch hierzulande zu gegebener Zeit wieder Euphorie und Optimismus eintreten. Greifen Sie diese Stimmung unbedingt in Ihrer Unternehmenskommunikation auf, sobald sie sich abzeichnen lässt.

 

Aus Krisen geht man gestärkt hervor: Nutzen Sie daher neue (digitale) Potenziale und Wachstumschancen, die sich aufgetan haben. Analysieren Sie die Learnings aus der Krise und profitieren Sie von einer engeren Beziehung zu Ihrer Zielgruppe, mit der Sie die schwierige Zeit zusammen gemeistert haben.

 

Wir wünschen Ihnen, dass Sie gesund bleiben und richten mit Ihnen gemeinsam einen erwartungsvollen Blick auf die Zeit nach der Pandemie!

 

Herzlichst

 

Laura Wittig
Geschäftsführende Gesellschafterin der Kreativrausch GmbH