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Weichensteller 2019 – Auszeichnung für Berufsschullehrer für ausgezeichnetes Engagement

Mit dem Weichensteller 2019 zeichnete die Stiftung NiedersachsenMetall gestern erstmalig die hervorragende Arbeit der gewerblich-technischen Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen aus. Die Preisträger erhielten Ihre Auszeichnung im Werksmuseum von Alstom in Salzgitter. Zwischen Dampfloks, Straßenbahnen und Salonwagen aus über 100 Jahren Unternehmens- und Eisenbahngeschichte, freuten sich zwei Lehrer und ein Team aus vier Lehrkräften über den Weichensteller. Der Preis ist eine Anerkennung für Lehrkräfte, die sich in besonderer Weise um den MINT-Nachwuchs an Schulen bemühen und die Talente der jungen Menschen wecken und fördern. „Es ist gerade das großartige Engagement der Lehrkräfte an den Berufsschulen, das von unschätzbarem Wert für die Ausbildung der Fachkräfte von morgen ist“, so Dr. Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer von NiedersachsenMetall und Vorstand des Kuratoriums der Stiftung NiedersachsenMetall.

„Die duale Ausbildung kommt zunehmend in eine Sandwich-Position aus demografisch bedingtem Nachwuchsmangel auf der einen Seite und einem Studienhype auf der anderen Seite“, kritisiert Schmidt und fordert: „Es wird vor allem übersehen, dass Berufsschulen sich wie kaum eine andere Schulform permanent an die wirtschaftlichen Innovationen der ausbildenden Betriebe anpassen müssen. Sie müssen allerdings auch von der Politik in die Lage versetzt werden, diesen Anpassungsprozess zu leisten. Und das heißt: Moderne Ausstattung, Informatik, Breitbandanschluss und vor allem genügend Lehrkräfte.“

„Mit der Preisverleihung „Weichensteller 2019“ hat die Stiftung NiedersachsenMetall ein klares Zeichen für die Bedeutung des Berufes Lehrkraft an einer berufsbildenden Schule gesetzt“, betonten Torsten Glaser, Leiter der RA Braunschweig der Niedersächsischen Landesschulbehörde. „Durch diesen Preis werden die berufsbildenden Schulen vielmehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Die Verleihung der drei Preise ‚Weichensteller 2019‘  hat das breite Spektrum und die Leistungsfähigkeit der Lehrkräfte an meinen berufsbildenden Schulen in der Regionalabteilung Braunschweig der Niedersächsischen Landesschulbehörde aufgezeigt.“

Stefan Muhle, Staatssekretär im niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, und Torsten Glaser diskutierten außerdem während der Veranstaltung gemeinsam mit Olaf Brandes, Geschäftsführer der Stiftung NiedersachsenMetall, im „Talk an der Werkbank“ über neue Wege  und weiterentwickelte Konzepte für Berufsschulen. Die Leistung der Berufsschulen liege oft im Verborgenen, mahnte Brandes. Es sei ihm daher ein Anliegen, diese mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Staatssekretär Muhle bezeichnete Berufsschulen als „Speerspitze der Digitalisierung im Bildungsbereich“. Digitalisierung funktioniere jedoch nur mit Breitbandausbau – und da gebe es noch Luft nach oben, so Muhle. Glaser freute sich, mit dem Preis einen Impuls aus Braunschweig setzen zu können: schließlich ändere die Digitalisierung auch die Berufsbilder. Für ihn ein Grund mehr, Berufsschulen zu modernisieren und voranzubringen. Der Weichensteller ist eine Auszeichnung für Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen im Zuständigkeitsbereich der Niedersächsischen Regionalabteilung Braunschweig. Die diesjährigen Preisträger sind die Lehrer Jürgen Schinski (BBS II Gifhorn – Europaschule in Niedersachsen) und Jörg Höbelmann (Berufsbildende Schulen des Landkreises Helmstedt) sowie das Team um Peter Kraus, Andreas Kröß, Bernd Weber und Maria-Isabel Ilsemann (Berufsbildende Schulen II Northeim). Die Preisträger engagieren sich mit innovativen Unterrichtsansätzen und kreativen Projekten wie dem Bau eines Kinderrennwagens, digitalem Lernen oder der Entwicklung eigener Soundwürfel.