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Wirtschaftsförderung spannt Beratungsnetzwerk mit Kammern, Verbänden und weiteren Partnern

Erstberatung durch den AGV auch für Nichtmitglieder möglich

 

Um den Unternehmen vor Ort bei der Bewältigung der Corona-Krise bestmöglich zur Seite zu stehen, haben Arbeitgeberverband, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und weitere Verbände und Einrichtungen ein gemeinsames Vorgehen abgestimmt. Zusammen wollen die Partner den derzeit hohen Beratungsbedarf decken und die Unternehmen schnell und kompetent unterstützen. Die unter www.braunschweig.de/wirtschaft-corona zu findende Übersicht informiert über Maßnahmen, aktuelle Ratschläge und Ansprechpartner für die verschiedenen Branchen und Anliegen.

 

„Die Unsicherheit ist auch in der Braunschweiger Unternehmenslandschaft groß“, so Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa. „Die Anordnungen zur Eindämmung des Corona-Virus kommen von Bund und Land, daher sind auch von dieser Seite geeignete Maßnahmen notwendig, um die betroffenen Unternehmen und damit deren Arbeitsplätze zu erhalten“, so Leppa.

 

Sowohl die Bundesregierung als auch das Land Niedersachsen haben bereits umfangreiche Förder- und Rettungsprogramme angekündigt bzw. beschlossen. Voraussichtlich am Mittwoch, 25. März, will das Niedersächsische Wirtschaftsministerium gemeinsam mit der NBank die konkreten Antragsverfahren für die Unternehmen starten. „Die Aufgabe von Kammern, Verbänden, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing ist es, unsere Betriebe hier vor Ort so gut es geht durch diese schwierige Zeit zu begleiten.“ So sollen sie beispielsweise bei der Antragstellung beraten werden.

 

Florian Bernschneider, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Region Braunschweig e. V.: „Die Unternehmen versuchen derzeit alles, um ihre Mitarbeiter und das Geschäft gleichermaßen über Wasser zu halten. Die Möglichkeiten des Kurzarbeitergeldes und Arbeitsrechts bieten für solche Krisensituationen ganz unterschiedliche Optionen. Wir versuchen in unserer arbeitsrechtlichen Beratung gerade alles, damit die Betriebe den besten Weg für sich und ihre Mitarbeiter finden. Wir bieten in dieser Krisensituation eine ausführliche Erstberatung hierzu auch bewusst für Unternehmen an, die bisher nicht Mitglied bei uns sind, um unseren Beitrag zur Stabilisierung der Wirtschaftsregion zu leisten. Wir begrüßen daher auch die Initiative der Braunschweig Zukunft GmbH, ein Beratungsnetzwerk von Kammern und Verbänden zu schaffen. Wir erleben eine der schwersten Krisen in der Geschichte unserer Wirtschaftsregion. Deswegen müssen wir alle Synergien im Sinne der Unternehmen nutzen und Doppelarbeiten vermeiden.“

 

Dr. Florian Löbermann, Hauptgeschäftsführer der IHK Braunschweig: „In der aktuellen Zeit ist es besonders wichtig, dass wir unsere Kapazitäten und unsere Expertise über Organisationsgrenzen hinweg so bündeln, dass wir den Unternehmen bestmöglich zur Seite stehen können. Bemerkenswert ist, dass das so schnell und konstruktiv bei den aktuell bestehenden Herausforderungen funktioniert.“

 

Bernd Weymann, Vorsitzender des DEHOGA-Kreisverbands Region Braunschweig-Wolfenbüttel e. V., ist sich sicher: „Die Herausforderungen, vor denen viele Betriebe des Gastgewerbes stehen, sind gigantisch. Mit unserem gemeinsamen Vorgehen wollen wir dazu beitragen, möglichst viele Gastgewerbetreibende zu retten.“

 

Mark Alexander Krack, Geschäftsführer des Handelsverband Harz-Heide e.V., ergänzt: „Gerade in Krisenzeiten wollen wir für unsere Unternehmen aus dem Bereich des Handels Unterstützer sein, um diese schwere Zeit gemeinsam durchzustehen.“

 

Der unter www.braunschweig.de/wirtschaft-corona veröffentlichte Leitfaden gibt Unternehmerinnen und Unternehmern zudem eine Checkliste an die Hand, um ihre Betriebe in der Krise so gut wie möglich zu sichern.