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Zuverdienstmöglichkeiten während der Kurzarbeit in systemrelevanten Branchen

Informieren Sie Ihre Mitarbeitenden hinsichtlich Zuverdienstmöglichkeiten während der Kurzarbeit

Personalverantwortliche können in der Corona-Krise Mitarbeitende in Kurzarbeit aktiv unterstützen, indem sie ihnen den Zugang zu befristeten Zuverdienstmöglichkeiten ebnen. Die Höhe des Kurzarbeitergeldes wird ab sofort zwar um 10 Prozent erhöht, so dass Kurzarbeiter nun 70 Prozent des letzten Nettolohns bzw. 77 Prozent des letzten Nettolohns für Menschen mit Kindern – ab dem siebten Monat Kurzarbeit 80 Prozent bzw. 87 Prozent erhalten, doch bleibt diese Situation für Geringverdiener nach wie vor brisant. Bis 31. Dezember 2020 dürfen Kurzarbeitende daher bis zur vollen Höhe ihres bisherigen Monatseinkommens hinzuverdienen. Machen Sie Ihre Mitarbeitenden aktiv auf diese Möglichkeit aufmerksam, die Agentur für Arbeit vermittelt Personal insbesondere in die Bereiche Landwirtschaft, Lebensmittelhandel und -logistik sowie Pflege und Gesundheit.

 

Ein Einblick:

Mit Blick auf Stellenzugänge und Vermittlungsanfragen ist es pandemiebedingt im gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und der Jobcenter eher ruhig geworden. Stattdessen sind die Mitarbeitenden, die speziell Arbeitgeber betreuen, vorwiegend damit beschäftigt, Betriebe in Sachen Kurzarbeit zu beraten.

 

Während das Personalgeschäft in den meisten Unternehmen weitestgehend ruht, zumal kaum Vorstellungsgespräche geführt werden, rüsten drei Branchen für die Rekrutierung zusätzlicher Beschäftigter: die Landwirtschaft, die Lebensmittellogistik/-handel sowie die Pflege/Gesundheitswesen.

 

Fachkräfte in diesen Bereichen sind weiterhin rar, und so setzt die Agentur für Arbeit einen Schwerpunkt auf die Vermittlung von Quereinsteigern, die schnell eingearbeitet werden könnten.

 

Viele dieser Beschäftigungsmöglichkeiten werden befristet sein und bieten sich beispielsweise für Arbeitnehmer an, die derzeit von Kurzarbeit betroffen sind. Der Gesetzgeber hat hier die Möglichkeit geschaffen, mögliche Verdiensteinbußen während der Corona-Krise auszugleichen. Das heißt, dass in systemrelevanten Branchen der Zuverdienst bis zur vollen Höhe des bisherigen Monatseinkommens nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet wird. Eine Übersicht der systemrelevanten Bereiche findet sich auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

 

Wer sich für Stellenangebote interessiert, die im Rahmen der Corona-Krise aufgegeben werden, kann nach diesen ganz gezielt im Internet suchen:  Im Jobportal der Bundesagentur für Arbeit, unter www.jobboerse.arbeitsagentur.de, wird über die erweiterte Suchfunktion die Auswahl „Stellenangebote zur Unterstützung in der Corona-Krise“ angezeigt. Natürlich richten sich Personalgesuche nicht nur an Kurzarbeiter, sondern stehen allen Arbeitsuchenden offen.

 

Unternehmen mit kurzfristigem zusätzlichen Personalbedarf im Rahmen der Corona-Krise stehen im Arbeitgeber-Service konkrete Ansprechpartner zur Verfügung. An diese können sich auch Arbeitsuchende mit Interesse an einer Beschäftigung in den genannten drei Branchen wenden:

 

Für den Bereich Landwirtschaft:

Michael Berger, Telefon 0531 80177-1233

 

Für den Einzelhandel:

Jeannine Zierau, Telefon 0531 80177-1501

 

Für das Gesundheitswesen und die Pflege:

Laura Iavarone, Telefon 0531 80177-2661

Per E-Mail ist der gemeinsame Arbeitgeber-Service unter

Braunschweig-Goslar.arbeitgeber@arbeitsagentur.de zu erreichen.